Stadtwerke Bayreuth // Standard 2-Linienbusse (1987-1990)

Standard 2-Busse bei den Stadtwerken Bayreuth

Im Jahr 1984 nahmen die Hersteller MAN und Daimler-Benz die Serienfertigung der Nachfolgemodelle für ihre seit 1968 erfolgreich produzierten Busse der Standard 1-Generation auf. Die Stadtwerke Bayreuth entschieden sich allerdings, wie viele anderen Betriebe zur damaligen Zeit, aus Kostengründen vorerst weiterhin zur Anschaffung der bewährten und nach wie vor erhältlichen Standard 1-Fahrzeuge.

Nachdem im Laufe des Jahres 1987 zuerst Daimler-Benz die Produktion dieser Busse einstellte, liefen wenig später auch die letzten MAN-Pendants vom Band. Somit gelangten ab diesem Jahr Standard 2-Fahrzeuge in den Bestand der Stadtwerke Bayreuth:

Lieferung 1987: 1x Daimler-Benz O 405 (Wagen 8, BT-SW 8 )
Lieferung 1988: 1x Daimler-Benz O 405 (Wagen 9, BT-SW 9)
1x MAN SL 202 (Wagen 10, BT-SW 10)
Lieferung 1989: 3x Daimler-Benz O 405 (Wagen 11-13, BT-SW 11-13)
Lieferung 1990: 3x MAN SL 202 (Wagen 14-16, BT-SW 14-16)

Neue Farben für neue Busse

Mit Beschaffung der Standard 2-Fahrzeuge führten die Stadtwerke auch ein neues Farbschema ein. Fortan war die Lackierung vierfarbig und bestand aus den Farben zinkgelb (RAL 1018, Aufbau), minzgrün (RAL 6029, Türen, Absetzstreifen und Rumpf) sowie umbragrau (RAL 7022, Stoßstange und Rahmenbereich). Hinzu kam ein nicht weiter definierter Braunton als Zierstreifen im Dachbereich sowie am Rumpf. In dieser Lackierung wurden alle Fahrzeuge bis einschließlich Baujahr 1998 ausgeliefert.

Im Innenraum präsentierten sich die Wagen zeitgenössisch mit dunkelbraunem Boden, dunkelbraunen Haltestangen und Einzelschalensitzen mit dem bekannten grün/braunen Polsterstoff aus der Kollektion der Stammbacher Firma Schoepf.

Charakteristisches und Technisches

Anders als die Standard 1-Fahrzeuge, welche auf Bestellung der Stadtwerke Bayreuth eine Vielzahl charakteristischer Details besaßen, wurden die Standard 2-Wagen relativ seriennah geordert. Einzig der Dachauspuff stellte ein Extra dar, welches nach wie vor bei nicht vielen Betrieben zu finden war und den Fahrzeugen nebenbei eine charakteristische Geräuschkulisse verschaffte. Ausgestattet waren sie mit den bewährten 6-Zylinder-Reihendieselmotoren, welche eine Leistung von 150kW/204 PS abgaben – im Falle der Daimler-Benz-Fahrzeuge an das hauseigene Dreigang-Automatikgetriebe, im Falle der MAN-Wagen an ein RENK-Getriebe (Wagen 10) bzw. an ein Viergang-Automatikgetriebe von ZF (Wagen 14-16).

Das Rollband der Fahrtzielanlage wurde nun durch eine Automatik von BROSE gedreht. Zu Versuchszwecken erhielt Wagen 11 für einige Zeit eine Matrixanlage, welche jedoch wieder zurückgebaut wurde. Das Privileg, diese Art von Fahrtzielanzeige zu besitzen, oblag ausschließlich den 1992 ebenfalls noch mit Rollband gelieferten Niederflurwagen MB O 405 N, welche kurze Zeit später auf Matrixanlagen umgerüstet wurden.

Das Einsatzende in Bayreuth

Die Ausmusterung dieser Fahrzeuge erfolgte ab dem Jahr 2001 und war mit Ausmusterung der Wagen 14 und 15 im Jahr 2004 abgeschlossen. Noch existent sind aktuell (im Jahr 2014) noch die Wagen 8 und 9 in Kasachstan bzw. Litauen sowie der Wagen 15 in der russischen Stadt Perm. Von den Wagen 11 und 12 sind leider keine Verbleibe bekannt geworden, die Wagen 10, 13 und 14 wurden bei ihren jeweiligen Nachbesitzern bereits verschrottet.

08/2014 AOP
letzte Änderung: 13.08.2014

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