Mercedes-Benz O 405 N

Charakteristisches und Technisches

Die zwei im Mai 1992 gelieferten MB O 405 N stellten die ersten Niederflurbusse der Stadtwerke Bayreuth dar und waren – wie auch die Folgelieferungen – mit dem Reihensechszylinder-Dieselmotor OM 447h ausgestattet, der aus 11.967 cm³ Hubraum eine Leistung von 157 kW/213 PS schöpfte. Die Kraftübertragung erfolgte über ein Viergang-Automatikgetriebe vom Typ ZF 4 HP-500. Entfallen ist die von den Stadtwerken seit vielen Jahren georderte Ausstattung mit Dachauspuff; statt dessen erhielten die Wagen dieser Serie die übliche mittig im Heck nach unten austretenden Auspuffanlage.

Die Wagen entsprechen noch der ursprünglichen Bauart des O 405 N, der mit 11.635 mm Länge etwas kürzer war als die Nachfolgefahrzeuge. Ob die drei Erstfahrzeuge einen Euro 0-Motor verbaut hatten, während die wenige Monate neueren Wagen bereits über eine Euro 1-Maschine verfügten, konnte indes noch nicht bestätigt werden.

Im Innenraum präsentierten sich die Wagen zeitgenössisch mit dunkelbraunem Boden, dunkelbraunen Haltestangen und Einzelsitzen mit dem bekannten grün/braunen Polsterstoff aus der Kollektion der Stammbacher Firma Schoepf, welchen alle Neufahrzeuge der Stadtwerke Bayreuth seit dem Jahr 1987 erhalten haben.
Parallel zur Auslieferung der O 405 N verkehrte u.a. der Wagen 11, ein MB O 405 vom Baujahr 1989, testweise mit einer Matrix-Fahrtzielanlage des Herstellers Brose. Während dieser Wagen nach Auslauf der Testphase seine Rollbandanlage zurückerhielt, wurden die ebenfalls ab Werk noch mit Rollband gelieferten MB O 405 N bereits nach wenigen Einsatzmonaten komplett auf diese neuartige Fahrtzielanlage umgerüstet.

Weitere O 405 N für Bayreuth

Wenige Monate nach Auslieferung der ersten zwei Niederflurbusse gelangten im Herbst 1992 nochmals drei Fahrzeuge in den Bestand der Stadtwerke Bayreuth. Die als Wagen 19, 20 und 21 eingereihten Wagen wurden im Oktober 1992 erstzugelassen und waren entsprechend der neuesten Bauform mit 11.795 mm rund 16 cm länger als ihre Vorgänger aus dem Frühjahr 1992. Weitere Veränderungen waren im Bereich des Auspuffrohres zu finden, welches nun im Heckbereich links durch eine entsprechend große Aussparung in der Verblechung austrat – der zuvor verwendete Mittelauspuff, welcher sich durch die charakteristisch röhrende Geräuschkulisse auszeichnete, kam nicht mehr zur Anwendung. Technisch wie optisch entsprachen die Wagen ansonsten den Fahrzeugen aus der Lieferung des Monats Mai 1992.

Als dritte Serie gelangten im Januar 1994 nochmals drei MB O 405 N in den Bestand. Sie waren identisch mit der zweiten Serie aus dem Herbst 1992 und wurden als Wagen 22-24 eingereiht.

Verbleibe der Wagen

Die Ausmusterung der Fahrzeuge erfolgte in den Jahren 2005 bis 2007. Nachbesitzer sind bzw. waren die folgenden Betriebe:

#17 // BT-DX 17 // 2006 an Vogel, Selbitz HO-HV 290
#18 // BT-DY 18 // 2005 an Bock, Heinersreuth BT-BV 444 – 2010 Export nach Russland
#19 // BT-DM 19 // 2007 über EvoBus und OMR Mario Röttgen, Untersteinach an Glušica, Niksic (Montenegro)
#20 // BT-EU 20 // 2006 an Mannschedel, Pegnitz BT-GM 680 – 2013 verkauft
#21 // BT-EU 21 // 2005 an Mannschedel, Pegnitz BT-GM 540 – 2007 verkauft
#22 // BT-ZW 22 // 2007 über EvoBus an Busverkehr Südbayern, Karlsfeld – 2007 verkauft
#23 // BT-ZW 23 // 2007 an EvoBus, kein weiterer Verbleib bekannt
#24 // BT-ZW 24 // 2007 über EvoBus an Busverkehr Südbayern, Karlsfeld – 2007 verkauft

08/2013 AOP
letztes Update: 13.08.2014

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