Unsere Motivation

Wer erfüllt sich denn nicht gerne irgendwann im Leben einen Kindheitstraum?
Ein solcher war für uns das Besitzen eines eigenen Busses – am Besten noch einer, mit dem man früher tagtäglich zur Schule gefahren ist und der das Stadtbild über viele Jahre geprägt hat… Zugegeben, es gibt sicher Wünsche, die sich einfacher realisieren lassen – alleine die Suche nach einem geeigneten Abstellplatz kann das Entstehen grauer Haare wahrlich fördern… Wie kommt man also allen Ernstes auf die Idee, sich so ein Fahrzeug anzuschaffen?

Liebhaber, die sich mit dem Erhalt historischer Lastwagen, PKW oder Eisenbahnfahrzeugen befassen, gibt es in großer Zahl – für historische Busse hat sich jedoch noch keine Fan-Szene so richtig etablieren können. Dazu kommt, dass in den Beständen der wenigen Jäger und Sammler insbesondere Fahrzeuge der jüngeren Zeit (noch?) kaum eine Rolle spielen, obwohl diese aufgrund steigender Anforderungen hierzulande (z.B. Barrierefreiheit) verstärkt und oftmals frühzeitig den Weg in ferne Länder antreten, von wo aus eine Rückholung unter vertretbarem Aufwand quasi unmöglich erscheint. Nach dem Vorbild der wenigen existierenden Vereine im gesamten Bundesgebiet haben auch wir es uns zum Ziel gesetzt, historische Omnibusse aufzubewahren, die hinsichtlich ihrer Entwicklungsgeschichte und ihres Einsatzes in unserer Heimatregion Nordbayern besonders erhaltenswert sind. Unser Augenmerk liegt dabei vor allem auf den Fahrzeugen, die wir noch aktiv erleben durften und hierbei in erster Linie auf den Wagen der damaligen Stadtwerke Bayreuth.

Der Begriff „Aufbewahren“ meint in erster Linie allerdings nicht die Hinterstellung im Rahmen eines stummen Fahrzeugmuseums, sondern vielmehr eine betriebsfähige Aufarbeitung bzw. Erhaltung der Fahrzeuge und im Idealfall sogar eine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr, sodass eine gelegentliche Nutzung für Ausfahrten und Sonderfahrten möglich wird. Schließlich macht der Betrieb der Busse mitsamt ihrer eigenen unverwechselbaren Geräuschkulisse einen nicht unwesentlichen Teil der Sammelleidenschaft aus. Bis zu diesem Schritt heißt es jedoch „Anpacken“, damit sich die Fahrzeuge in einem Zustand präsentieren, als wären sie erst wenige Tage zuvor ausgeliefert worden…

10/2011 AOP
letztes Update: 13.08.2014

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