Bewegungsfahrt SL 202

Nach gut viermonatiger Standpause konnte sich unser Wagen 16 heute wieder einmal über eine Bewegungsfahrt freuen.

Nachdem das vorhandene Batterieladegerät mit dem Laden der 225Ah-Batterien trotz Freigabe wohl doch etwas überfordert war und schließlich den Dienst versagte, musste eine andere Lösung zum Starten des Busses her. Die Lösung fanden wir in einem portablen Startergerät, welches ohne Fremdstromversorgung auskommt. Netterweise wurde uns dieses Gerät von einem befreundeten Busunternehmer ausgeliehen.

Der Motorstart verlief – wie bisher immer – völlig problemlos und der Motor sprang an, als wäre er erst am Vortag zuletzt abgestellt worden. Nachdem ausreichend Druckluft vorhanden war, konnten wir uns also wieder einmal in Bewegung setzen. Die Bremsen waren etwas fest, hatten sich aber nach einem Ruck gelöst und das Fahren war kein Problem. Fazit: Läuft!

Die nächste Bewegungsfahrt soll uns dann hoffentlich direkt zu einer Karosseriewerkstatt führen, damit die maroden Bleche und Streben des MAN endlich erneuert werden…

Besuch bei „der 16“

Dieses Wochenende stand wieder mal ein Besuch bei „unserer 16“ an. Auf der Tagesordnung standen heute u.a. das Reparieren der Sprechanlage sowie die Instandsetzung des Türöffners. Seit einigen Wochen lässt sich die Vordertüre nur noch bei eingeschalteter Zündung von außen verschließen, sodass möglicherweise ein Kabelbruch oder ein Defekt am Relais vorliegt.

Dank unserem Elektroexperten Sepp und einiger Einstellarbeit haben wir nun eine hervorragend funktionierende Sprechanlage, die man sicher irgendwann mal benötigt…
Bezüglich des Türöffners sind wir leider noch nicht zu einer Lösung gelangt.

Fotoshooting bei Traumwetter

Nach einigen Wochen fand sich heute endlich wieder etwas Zeit, um nach unserem Museumsbus zu schauen. Der Weg führte uns zuerst zu den städtischen Verkehrsbetrieben, welche noch einige Infos für uns parat hatten. Darüber hinaus haben nun auch Betriebsanleitungen sowie diverse Schaltpläne den Weg zu uns gefunden. Vielen Dank an dieser Stelle an die beteiligten Personen!

Anschließend ging es nach Stammbach, wo wir dem einstigen Produktionswerk unseres Stoffes einen Besuch abstatten wollten. Leider war der wöchentlich montags stattfindende Werksverkauf ausgerechnet heute wegen des Brückentags geschlossen – wir kommen wieder! Also fuhren wir weiter zu einem Karosseriefachbetrieb, um – wieder einmal – unsere Bilder von den „schlimmen Stellen“ zu präsentierten. Ergebnis: die Arbeiten sind machbar und kosten auch ein bisschen Geld. Für eine exaktere Schätzung muss man die Stellen aber erstmal im Orignal begutachten. Also gleich für den nächsten Tag eine Besichtigung vereinbart – es bleibt spannend 😉

Zurück am Stellplatz musste natürlich das traumhafte Herbstwetter für (die ersten) schönen Fotos unseres Busses genutzt werden – traumhaft steht er da, unser 16er. Vielen Dank auch erneut an Marcus Losert, der unserem Bus Starthilfe und uns viele Tipps gegeben hat, um den Wagen gut über den Winter zu bringen!

„Kontakt zur Außenwelt aufnehmen“

Die meisten unserer Lehnen und Sitzflächen müssen neu bezogen werden. Heute stand also das Suchen des passenden Stoffs auf dem Programm, da zur Herstellung des Auslieferungszustands natürlich auch der Original-Sitzbezug gehört. Einst der „Allerwelts-Stoff“ – heute nur noch schwer zu bekommen. Die Sortimente werden eben auch gelegentlich gewechselt und – ganz ehrlich – wer möchte heute noch einen Sitzbezug in grün-braun?

Erste Station unserer Tour waren die Stadtwerke. Ob beim Erstbesitzer des Busses noch Unterlagen, Teile und dergleichen gibt? Immerhin gelang es uns fürs erste, einige Informationen sowie die RAL-Nummern der Lackierung in Erfahrung zu bringen, schließlich soll unser Bus sobald wie möglich wieder in Zinkgelb und Minzgrün strahlen.

Mit einem Stoffmuster haben wir dann einer Autosattlerei (Tipp vom Vorbesitzer) einen Besuch abgestattet, wo der gesuchte Stoff auch tatsächlich noch vorhanden ist! Allerdings möchte die Sattlerei den Stoff nicht von der Rolle verkaufen, da noch weitere Kunden für das Design vorhanden seien, sondern die Sattlerarbeiten komplett ausführen – dies ist für uns allerdings derzeit noch nicht machbar, solange nicht bekannt ist, welche Kosten die Blecharbeiten „verschlingen“ werden. Und hier kommen wir zum…

…letzten Punkt auf unserer Liste: welche Werkstatt führt Blech- und Lackierarbeiten auch an einem ausgewachsenen Linienbus durch? So richtig fündig wurden wir auch hier noch nicht – der Chef eines Bayreuther Betriebs hat uns jedoch schonmal zugesichert, sich in dieser Hinsicht kundig zu machen 😉

Erste Sichtung

Heute stand die erste gründliche Sichtung unseres neuen Schmuckstücks an.

Die vor wenigen Jahren erneuerten Bleche, vor allem im Bereich der Radläufe, sind stark am Rosten – einzelne Blechschichten beginnen schon, abzublättern. Hier besteht dringender Handlungsbedarf…

Man könnte praktisch sehr gut die Blechherstellung demonstrieren, denn die gewalzten Schichten falten sich sehr schön wieder auf. Der Lack schlägt an einigen Stellen Blasen und es spritzt Wasser heraus, wenn man diese beschädigt…

Der Innenraum präsentiert sich dagegen sauber und gepflegt, lediglich die teilweise zerschlissenen Sitzpolster trüben den Anblick etwas, auch wenn einige wenige in den Vorjahren noch erneuert wurden.

Neben den Sitzpolstern fallen noch ein paar kleinere optische Mängel auf, beispielsweise die sich ablösende Verkleidung am Türchen zum Fahrersitz, ebenso blättert an der Türverkleidung etwas Farbe ab. Alles in allem jedoch ganz normale Zeugen des 21jährigen Einsatzes…

Besonderer Blickfang: Original-Werbungen und ein Aufkleber mit der Aufforderung an unsere Kunden, „im Bus kein Speiseeis einzunehmen“. Diese originellen Details dürfen natürlich auch zukünftig nicht fehlen.

Auch die BROSE Rollbandanlage ist soweit funktionsfähig; die Bedienung erfolgt vom Fahrerplatz aus. Leider fehlt das Steuergerät der linken Seitenzielanzeige, welches vermutlich für ein defektes Gerät an der Frontanlage herhalten musste; darüber hinaus rollt die Zielanzeige der rechten Seite beim Umschalten vom Hand- in Automatikbetrieb wahllos umher und reagiert nicht auf die Steuerbefehle, sodass sie vorerst nur per Hand bedient werden kann, bis der Fehler gefunden ist.
Das Fahrtziel lässt sich mittels der entsprechenden Nummer einstellen und auf Knopfdruck laufen die Bänder um.

Der entscheidende Moment: Springt der Bus noch an? Immerhin sind seit dem letzten Einsatz bereits rund sieben Wochen vergangen, in denen der Wagen lediglich einmal innerhalb der Halle umgeparkt wurde. Dennoch gab sich der Bus keine Blöße, der Motor erwachte nach wenigen Sekunden zum Leben und die Gesichter der beiden Busbesitzer strahlten noch mehr! 😉