Entkernung des SL 200

In der Vergangenheit haben wir hauptsächlich Arbeiten an unserem Wagen 16 ausgeführt, was vor allem daran liegt, dass Wagen 7 zwecks Gerippeinstandsetzung die Obhut einer Fachwerkstatt benötigt und der MAN SL 200 von vornherein nur als Arbeitsvorrat geplant war. Dennoch haben wir uns diesem Wagen nun etwas gründlicher angenommen und mit der Sanierung des abgenutzten Innenraums begonnen.

Im Zuge diverser Schraubernachmittage wurden im Februar und März als erste Maßnahme die Sitzgestelle komplett ausgebaut und die mit Wollplüsch überzogenen Holzelemente der Rückenlehnen und Sitzflächen abgenomen, welche durch den Einsatz des Wagens als „Feldarbeiter“ und die Standzeit im Winter 2012/13 mit offenen Türen stark gelitten haben und durchweg erneuert werden müssen. Ebenso hat sich unsere Befürchtung bestätigt, dass die hölzernen Seitenverkleidungen im Innenraum bedingt durch die Feuchtigkeit komplett ersetzt werden müssen. Als positiver Nebeneffekt konnten wir von Innen einen Blick auf die Beplankung der Seiten sowie die Verstrebungen werfen, welche zwar ebenfalls etwas Arbeit nötig machen, in Anbetracht des Fahrzeugalters aber durchaus als gut erhalten bezeichnet werden können.

Für Unterhaltung sorgen darüber hinaus interessante „Fundstücke“, die sich im Laufe der Zeit unter den Sitzelementen angesammt haben – neben den Resten eines Kassenbons aus dem Frühling 1984 traten mehrere 1- und 10-Pfennig-Münzen zutage, darunter eine Münze der „Bank deutscher Länder“ aus dem Jahre 1949…!

Sitze, Polster und Sitzgestelle werden nun eingelagert, um als nächste Maßnahme die Deckenverkleidung abnehmen zu können. Anschließend erfolgt eine Überprüfung aller sichtbaren Oberflächen des Busses auf Korrosionsschäden oder sonstige Notwendigkeiten einer Behandlung, ebenso werden die Flächen wirkungsvoll grundgereinigt.

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