Frühlingserwachen

Obwohl wir den Bus im Oktober gut winterfest gemacht haben, war der erste Besuch nach fast zwei Monaten doch von einem etwas mulmigen Gefühl begleitet: hat man auch wirklich nichts Wichtiges vergessen? Die Zweifel waren allerdings nicht begründet: nach dem Überbrücken der Batterien erwachte das Löwenherz sofort zum Leben und auch sonst deutete nichts auf irgendwelche Winterschäden hin – so soll es sein!
Mangels trockener Werkhalle mussten wir über den Winter die Arbeiten am Bus ruhen lassen, sodass am heutigen Tag der Startschuss für das Jahr 2012 erfolgte – wenige Tage vor dem meteorologischen Frühlingsanfang sozusagen auch unser Frühlingserwachen – bzw. das unseres Busses 😉

Nach einigen vorsichtigen Proberunden in der Kaserne ging es dann los auf die gut 40km lange Fahrt über Land zu einem befreundeten Unternehmer, der den Bus komplett „unter die Lupe“ nehmen wollte. Bei der Gelegenheit sollte als erste Maßnahme das Motoröl gewechselt werden – die benötigten Materialien haben wir bereits im Voraus besorgt.
Die ausgiebige Begutachtung unseres Busses hatte erfreut staunende Gesichter der Werkstattmitarbeiter zur Folge: sowohl der Unterboden als auch die auf den ersten Blick einsehbaren Komponenten wie Bremsen und Luftfederbälge befinden sich in einem sehr guten Zustand! Unmittelbare Arbeiten sind vorerst an keiner Stelle notwendig. Und das bei einem fast 22 Jahre alten Fahrzeug…! Nachdem sich dann noch herzlich über die monströse Hinterachse des MAN amüsiert wurde (die beim MB O 405 in der Tat „etwas“ kompakter vorhanden ist), konnte der Ölwechsel beginnen. Während dessen haben wir den verbauten Luftfilter notdürftig mittels Pressluft gereinigt, damit dem Löwen das Atmen etwas leichter fällt 😉

Das Löwenherz beim ÖlwechselOptimierung der Leistungsperformance für Arme ;-)

Allerdings wäre es ja fast zu langweilig, wenn an unserem Fahrzeug technisch rein gar nichts zu erledigen wäre… das dachte sich wohl auch unsere Lenkölpumpe und zeigte dies durch (offenbar schon über längere Zeit anhaltenden) sproadischen Verlust des kostbaren Servoöls. Da ein Abdichten nach Meinung der Werkstatt nicht dauerhaft haltbar wäre, muss also ein Neuteil her. Damit wäre dann auch die kreischende Geräuschkulisse bei Lenkbewegungen während sehr langsamer Fahrt wieder passé.
Nachdem zum Abschluss noch alle Reifen auf korrekten Luftdruck geprüft wurden und der Chef von seiner kurzen MAN-Spritztour ins Nachbardorf zurück war, haben auch wir die Rückfahrt angetreten, welche der Bus ebenfalls völlig problemlos bewältigte.

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