Fotoshooting bei Traumwetter

Nach einigen Wochen fand sich heute endlich wieder etwas Zeit, um nach unserem Museumsbus zu schauen. Der Weg führte uns zuerst zu den städtischen Verkehrsbetrieben, welche noch einige Infos für uns parat hatten. Darüber hinaus haben nun auch Betriebsanleitungen sowie diverse Schaltpläne den Weg zu uns gefunden. Vielen Dank an dieser Stelle an die beteiligten Personen!

Anschließend ging es nach Stammbach, wo wir dem einstigen Produktionswerk unseres Stoffes einen Besuch abstatten wollten. Leider war der wöchentlich montags stattfindende Werksverkauf ausgerechnet heute wegen des Brückentags geschlossen – wir kommen wieder! Also fuhren wir weiter zu einem Karosseriefachbetrieb, um – wieder einmal – unsere Bilder von den „schlimmen Stellen“ zu präsentierten. Ergebnis: die Arbeiten sind machbar und kosten auch ein bisschen Geld. Für eine exaktere Schätzung muss man die Stellen aber erstmal im Orignal begutachten. Also gleich für den nächsten Tag eine Besichtigung vereinbart – es bleibt spannend 😉

Zurück am Stellplatz musste natürlich das traumhafte Herbstwetter für (die ersten) schönen Fotos unseres Busses genutzt werden – traumhaft steht er da, unser 16er. Vielen Dank auch erneut an Marcus Losert, der unserem Bus Starthilfe und uns viele Tipps gegeben hat, um den Wagen gut über den Winter zu bringen!

„Kontakt zur Außenwelt aufnehmen“

Die meisten unserer Lehnen und Sitzflächen müssen neu bezogen werden. Heute stand also das Suchen des passenden Stoffs auf dem Programm, da zur Herstellung des Auslieferungszustands natürlich auch der Original-Sitzbezug gehört. Einst der „Allerwelts-Stoff“ – heute nur noch schwer zu bekommen. Die Sortimente werden eben auch gelegentlich gewechselt und – ganz ehrlich – wer möchte heute noch einen Sitzbezug in grün-braun?

Erste Station unserer Tour waren die Stadtwerke. Ob beim Erstbesitzer des Busses noch Unterlagen, Teile und dergleichen gibt? Immerhin gelang es uns fürs erste, einige Informationen sowie die RAL-Nummern der Lackierung in Erfahrung zu bringen, schließlich soll unser Bus sobald wie möglich wieder in Zinkgelb und Minzgrün strahlen.

Mit einem Stoffmuster haben wir dann einer Autosattlerei (Tipp vom Vorbesitzer) einen Besuch abgestattet, wo der gesuchte Stoff auch tatsächlich noch vorhanden ist! Allerdings möchte die Sattlerei den Stoff nicht von der Rolle verkaufen, da noch weitere Kunden für das Design vorhanden seien, sondern die Sattlerarbeiten komplett ausführen – dies ist für uns allerdings derzeit noch nicht machbar, solange nicht bekannt ist, welche Kosten die Blecharbeiten „verschlingen“ werden. Und hier kommen wir zum…

…letzten Punkt auf unserer Liste: welche Werkstatt führt Blech- und Lackierarbeiten auch an einem ausgewachsenen Linienbus durch? So richtig fündig wurden wir auch hier noch nicht – der Chef eines Bayreuther Betriebs hat uns jedoch schonmal zugesichert, sich in dieser Hinsicht kundig zu machen 😉

Erste Arbeiten am Innenraum

Der Bus war in den vergangenen Tagen nach und nach unter die Lupe genommen worden. Ohne die Ratschläge eines Fachmanns wollten wir den vom Rost zerfressenen Blechen an den Seitenbeplankungen aber noch nicht zu Leibe rücken, sodass wir uns erstmal in den Innenraum begaben, um Sitze, Seiten- und Deckenverkleidungen sowie die Scheiben und den Fußboden gründlich zu reinigen.



Bei dieser Gelegenheit haben wir auch damit begonnen, Sitzpolster und Rückenlehnenelemente von den Plastiksitzen zu demontieren und auf ihren Zustand hin zu untersuchen. Leider sind insbesondere die Polster der hinteren Sitzreihen stark verschlissen und müssen erneuert werden. Darüber hinaus haben einige der Inbus-Schrauben unserem Versuch, sie (nach 21 Jahren zum Teil sicher das erste Mal) zu lösen, nicht stand gehalten, sind nun „rund“ gedreht und müssen auf andere Art gelöst werden.

Um die abgenutzten Polsterelemente zu erneuern, sind wir noch auf der Suche nach Resten des originalen Bezugsstoffs.